Story

Erzählt wird die Geschichte eines Buben, der an Weihnachten seine echten, nicht materiellen Wünsche und Träume bewusst kennen und schätzen lernt.

In der Küche von Familie Roberts herrscht die übliche Stimmung und Hektik. Das einzige, was auf Weihnachten hindeutet, sind die Melodien im Radio. Mutter Roberts hängt Wäsche auf, kocht und backt Weihnachtsplätzchen. Jonathan übt auf der Flöte Weihnachtslieder für morgen. Wie immer telefoniert Vater Roberts aus dem Büro, dass er später nach Hause kommen wird. Dies ausgerechnet heute, wo es noch so viel zu tun gibt. Und da möchte Jonathan auch noch, dass ihm seine Mutter eine Gutenacht-Geschichte vorliest. Diesen Wunsch erfüllt sie ihm nicht. "Mama du hast nie Zeit für mich"... dies die Reaktion von Jonathan. Traurig geht er in sein Zimmer. Kurz darauf kommt der Vater nach Hause. Obwohl die Mutter dagegen ist, schafft es Jonathan, seinen Vater dazu zu überreden, ihm die Geschichte von "Alice und dem Weihnachtstraum" vorzulesen. Die Geschichte von einem Mädchen, das so viele Wünsche hatte, dass diese auf einem Wunschzettel keinen Platz fanden... genau so wie bei Jonathan. Sowie Jonathan seinen Schlaf gefunden hat, steigen zwei Träumlinge durchs Fenster in sein Zimmer und holen ihn ab zur Reise ins Traumland der Wünsche. Dort angekommen, beginnen sie, seine Wünsche zu erfüllen. Zuerst geht der Wunsch von einem Gameboy in Erfüllung, danach bekommt er einen Power-Ranger und eine Hifi-Anlage. Auch das Saxophon und das Cowboy-Kostüm vergessen sie nicht. Sie schenken ihm auch die Eisenbahn, die Zinnsoldaten und den guten alten Pinocchio. Doch als Jonathan nun in mitten all dieser Geschenke steht und auch auf das Kommando der Träumlinge nicht mehr weiss, womit er nun spielen soll, wird ihm bewusst, dass dies nicht seine wahren Wünsche sind. Er wünscht sich doch noch ganz andere Sachen. Gespannt warten die Träumlinge auf die nächste Aufgabe.

Jonathan möchte nicht mehr in die Schule gehen. Auf dem Pausenplatz gibt es immer nur Streit und Schlägereien. Bei ihrem Besuch auf dem Pausenplatz werden die Träumlinge dann tatsächlich Zeugen davon, wie schnell wegen einer Kleinigkeit ein heftiger Streit ausbrechen kann.

Weiter wünscht sich Jonathan, dass die Menschen ruhiger werden. Dass nicht alles immer so hektisch und laut ist, und dass man sich wieder mehr Zeit für einander nimmt. Bei einem Besuch in der Berufswelt erfahren die Träumlinge, was Jonathan damit meint. Nach einem Autounfall zwischen Herr und Frau Roberts brechen die Berufswelt und der Verkehr zusammen. Jonathan versucht, bei den Träumlingen den Lauf des Lebens zu verstehen und wünscht sich, dass alles wieder einmal so ruhig wird, wie wenn Schnee fallen würde... und überhaupt wünscht er sich wieder einmal weisse Weihnachten.

Seinen letzten Wunsch würden ihm auch die Träumlinge nicht erfüllen können. Fast jeden Tag streiten sich seine Eltern; meistens seinetwegen. Auch heute wirft die Mutter dem Vater wieder vor, dass sie Jonathan eigentlich gar nie adoptieren wollte. Sie überhäufen sich gegenseitig mit Vorwürfen. Jonathan sucht derweil Trost und Abwechslung bei den Träumlingen. Jonathans grösster Wunsch bleibt, dass sich seine Eltem nicht mehr so oft streiten.

Jonathans Traum geht weiter bis hinein in den Tag des heiligen Abends. Am Frühstückstisch sprechen die Eltern kein Wort miteinander. Jonathan befürchtet, dass sie sich wieder gestritten haben. Aber im Gegenteil. Der Vater will heute sogar zu Hause bleiben und im Haushalt helfen. Am meisten freut sich Jonathan über diese Nachricht und spannt den Vater auch gleich zum Geschenke verpacken ein. Die Mutter beginnt, den Weihnachtsbaum zu schmücken.

Alles ist bereit, und die Weihnachtsfeier kann beginnen. Vater und Mutter Roberts sind sich einig, dass sie sich alles, was sie in der vergangenen Nacht besprochen haben, fest zu Herzen nehmen wollen. Dies vor allem zum Wohle von Jonathan. Da klingelt es auch schon an der Türe. Der Polizist vom Unfall am Vortag bittet um Einlass. Er möchte Herrn und Frau Roberts die Führerausweise als kleines Weihnachtsgeschenk wieder zurückbringen. Eine grosse Freude für Jonathan ist es, als plötzlich einige seiner Mitschüler vor der Türe stehen und mit Familie Roberts Weihnachten feiern möchten. Die Überraschungen brechen nicht ab. So erscheint draussen vor dem Fenster plötzlich der Schneemann, von welchem Jonathan vorhin geträumt hatte. Und zu guter letzt dürfen auch die Nikolause nicht fehlen. Die Weihnachtsfeier ist ausgelassen und alle sind voller Freude. Genau dann, als die Stimmung auf dem Höhepunkt ist, wird Jonathan von den Träumlingen, welche sich auch als Weihnachtsmänner verkleidet haben, aufgefordert, mit ihnen zurück in die Realität zu kommen. Die Nacht ist vorbei und er muss zurück in sein Bett, damit seine Eltern nichts von seinem nächtlichen Ausflug merken. Schweren Herzens und mit Tränen in den Augen nimmt er Abschied von all seinen Traumfreunden.

Es ist Morgen von Heilig Abend. Nachdem die Mutter Jonathan geweckt hat, fragt dieser als erstes nach dem Schneemann. Vater und Mutter schauen sich erstaunt an und vermuten, dass Jonathan wieder einmal geträumt hat.

Als Jonathan aber dann nach draussen schaut ist er sich sicher, dass einer seiner Träume in Erfüllung gegangen ist. Es hat geschneit... und es wird weisse Weihnachten geben.

Auf Jonathans Frage, ob Träume wahr werden können, antwortet der Vater:

Träume deine Wünsche solange du träumen kannst, und wenn du fest daran glaubst, können sie wahr werden.